Der Ukulele Boom auf dem amerikanischen Festland (1906 bis 1916) und N..B. Bailey (2. Auflage)

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Der Ukulele-Boom war kein Zufall. Zwischen 1906 und 1916 entsteht auf dem amerikanischen Festland ein neues Musiksystem: ein Instrument wird massentauglich, Lehrwerke werden zu Verkaufsmaschinen, Verlage und Musikhäuser verknüpfen Unterricht, Notendruck und Handel – und aus einer vermeintlich „kleinen“ Ukulele wird ein kulturelles Großereignis.
„Der Ukulele-Boom auf dem amerikanischen Festland (1906–1916) und N. B. Bailey“ rekonstruiert diese entscheidende Dekade mit analytischer Schärfe und erzählerischer Präzision. Im Zentrum steht Nelson Burdette Bailey – Arrangeur, Pädagoge und Autor einflussreicher Selbstlernsysteme. An seiner Arbeit wird sichtbar, wie didaktische Vereinfachung, Repertoireauswahl und mediale Verbreitung zusammenwirkten: Welche musikalischen Kompetenzen wurden vermittelt – und welche bewusst ausgelassen? Welche Rolle spielten Verlagslogiken, Kataloge, Werbung und Unterrichtsformate? Und warum setzte sich gerade dieses Instrument so schnell in Wohnstuben, Schulen und Freizeitkulturen durch?
Das Buch verbindet Quellenarbeit (Lehrhefte, Anzeigen, Kataloge, Verlagskontexte) mit einer kulturhistorischen Perspektive auf Musik als Markt, Praxis und Identität. Es zeigt, wie frühe „Do-it-yourself“-Pädagogik funktionierte, welche Mechanismen den Boom beschleunigten und warum Baileys Methode bis heute überraschend modern wirkt – nicht als Nostalgie, sondern als robustes Modell für selbstgesteuertes Lernen.
Ein Buch für alle, die die Ukulele nicht nur spielen, sondern verstehen wollen: Forschende, Sammlerinnen und Sammler, Lehrende, Musikerinnen und Musiker – und alle, die wissen möchten, wie aus einem Trend ein dauerhaftes kulturelles Phänomen wurde.
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